tokyo

29 11 2007

… waehrend in korea noch alles schlaeft klingeln in japan schon laengst die weihnachtsglocken. trotzdem sind sich seoul und tokyo nicht ganz unähnlich, doch die tokioten haben irgendwie von allem mehr zu bieten: neonlichter, glitzer, kitsch, mc donalds, … vor allem aber menschen! und die sind sehr viel modebewusster – oder vielleicht einfach verrueckter. wie dem auch sein. zum ansehen und mittreiben lassen fuer ein paar tage war es perfekt. auf laengere sicht waere es einfach zu viel. (fuer mich)

blog_52.jpg

blog_55.jpg


blog_54.jpg

stadtimpressionen: tokyo enttäuscht eventuell vorhandenen bilder die man über die japanische hauptstadt im kopf hat nicht.
auch nach megastädten wie hong kong oder seoul war tokyo ein schock! lichtermeer, konsumwahnsinn und gestresste (und schlafende) businessmaenner sagen sich guten tag, von ueberall traellern ami-weihnachtsmaenner und maedls im supermini-weihnachtskostuem den „jingle-bells-rock“ in die menschenuerfluteten strassen. (shibuja, shinjuku)

blog_51.jpg

blog_60.jpg

trotzdem finden sich im grossstadtjungel immer wieder riesige und schoene tempelanlagen, wie diese in asakusa.

blog_56.jpg

ueberhaupt fanden wir immer wieder, meist durch zufall, kleine highlights – wie diese riesenspinne in roponggi

blog_53.jpg

oder aber auch einen wunderbaren kontrast zum asiatischen verpackungsdesign. (siehe blog-eintrag vom anfang des korea-aufenthaltes) uebrigens gibts in japan richtigen kaese mmmmhhh (richtig= oesterreichisch)

blog_59.jpg

ein weiteres highlight war mein erster multi-media-runderherumservice toilettenbesuch. das erste mal im leben konnte ich entspannt auf einer warmen kloschuessel sitzen, waehrenddessen die temperatur der sitzheizung einstellen, die geschwindigkeit und lautstaerke der spuelung steuern usw.
vermutlich klangen waehrenddessen zärtlich anmutendes vogelgezwitscher aus den lautsprechern … (das habe ich auf grund der aufregung ueberhoert)
ausserdem zu sehen auf diesem bild: spray und bidet. das hab ich mich allerdings nicht getraut.🙂 trotzdem. eine schoene erinnerung an den angenehmsten klogang meines lebens!

blog_58.jpg

miyazaki-fans werden vor neid erblassen wenn sie den laputa-roboter sehen, wir waren nämlich im ghibli-museum! empfehlenswert fuer alle 2D animationsfilmfreaks, aber nicht zu viele erwartungen haben, es ist recht klein…

blog_57.jpg

zwei maennliche tokioten die sich auf ihren auftritt vorbereiten. was auch immer sie vorhatten, wir koennen leider nicht davon berichten da wir eine mission zu erfuellen hatten:

blog_50.jpg

und dazu sagen wir lieber nichts hihi

ABER:
falls sich jemand fuer die tauchbilder aus thailand interessiert: jetzt sind sie online; ganz nach unten scrollen / vorherige seite und staunen!🙂
oder https://julben.wordpress.com/page/2/ klicken!





news

18 11 2007

es wird wieder zeit für neuigkeiten – diesmal kurz und bündig:

korea_42.jpg

wir waren im lotteworld, dem groessten indoor-freizeitpark weltweit (wird zumindest behauptet)

korea_43.jpg

ich (julia) habe in einem tempel übernachtet. wir mussten um 4 uhr aufstehen, beten (108 x aufstehen / hinlegen) danach machten wir eine „wanderung“ (bergsteigen!) und dabei habe ich diese schönen beeren gefunden. der herbst dreht uns übrigens langsam aber sicher den rücken zu…

korea_41.jpg

zu bennis geburtstag waren wir im hofbräuhaus in seoul. ein blick auf sein lächeln verrät, wie sehr er sich auf seinen schweinsbraten freut.

korea_44.jpg

ausserdem hatte er den letzten tag im kindergarten

korea_421.jpg

zu meinem geburtstag waren wir in einem ösi-restaurant in seoul. und das ist meine spitzerkuh, yeah.





süd-süd-korea: wo schönheit am kitsch kratzt

8 10 2007

für ein langes wochenende fuhren wir mit der ajou univ. nach gyeongju, einer umgebung die im südosten koreas liegt. da alles von der universität bezahlt wurde (inkl. 5* hotel) erlebten wir unsere erste gemeinsame nacht ohne dafür bezahlen zu müssen! (naja offiziell zumindest aber ich darf nichts verlauten lassen sonst kommt der böse guard und schimpft uns)

korea zeigte sich tagsüber in seinen herbstlich schönen farben so ruhig und warm wie es nur geht, in der nacht verzauberte es mit neonröhren in cmy(k) und wurde so zu einem ausserordentlichen erlebnis das dem kitsch schon gefährlich nahe kam… aber seht selbst!

korea_38.jpg

suckgooam und boolkooksa (buddhastatue, tempel und gartenanlage)
vielleicht fragt sich jemand warum die schriftzeichen chinesisch und nicht koreanisch sind? die „reine“ koreanische schrift so wie sie jetzt besteht existiert erst seit gut 60 jahren und war bis zu diesem zeitpunkt eine mischung aus beidem. darum sind die alten tempelanlagen mit chinesischen schriftzeichen verziert.

korea_32.jpg

die gartenanlage vor dem tempel:
trauerweiden, bambus, mini-bäume im super-mario-land-stil und riesenkarpfen.
frische luft die an zuhause denken lässt und ein kühler wind der nun endgültig den herbst willkommen heisst.

korea_30.jpg

korea_34.jpg

und damit ihr nicht vergesst wie wir aussehn (und die stimmung erahnen könnt die geherrscht hat):

blog_41.jpg
der königliche garten der shilla dynasty:
eine mischung aus perfekter gärnterarbeit, traditioneller tempelbaukunst und lichteinsatz in allen farben oder:
ein ort, wo sich faszination und kitsch gute nacht sagen.

korea_40.jpg

korea_33.jpg

bambusstauden im königsgarten. ohne farbkorrektur, das erledigen neonröhren

korea_39.jpg

am zweiten tag besuchten wir den bamoon see und seine umgebung, hier ein schöner park mit sehr koreanischer vegetation;

korea_31.jpg

bevor wir zurück nach suwon fuhren blieben wir am pazifik stehen.
mein neuer freund, der minikoreaner, war zwar mehr angetan vom meer als von mir, trotzdem bekam ich ein bussl und dieses wunderschöne foto von ihm!

korea_36.jpg





chuseok ferien

2 10 2007

Die Chuseok Feiertage sind gleichzusetzen mit unserem Erntedankfest, alle Koreaner treten den Weg in ihre Heimat an, die Strassen sind überfüllt und Stunden später leer für 3 volle Tage.
Denn zu Erntedank wird getrunken. Nicht ein Glas und auch nicht zwei!

KARMA

korea_22.jpg

Zu dieser Zeit ist auch etwas seltsames mit unserem Guard passiert – er hat die Regeln verstärkt. So bleibt es in Zukunft nicht mehr aus der Kombination aus boshaften Blick und „NO HANKY PANKY“ sondern wir müssen mit einem sofortigem Rausschmiss rechnen. Er schimpft sogar wenn man um 21.00 zu laut auf der Stiege spricht, da es den Schlafesfrieden mancher Bewohner stören könnte. Manches mal fragen wir uns, warum wir hier (int. prison) überhaupt noch wohnen. Aber 4000 euro kaution ist eben doch ein gutes Argument dagegen. Trotzdem gibt es gute Seiten, zum Beispiel eine für den Campus veranstaltete Tanzperformance „Karma“, siehe oben.


„DAS IST DER SCHÖNSTE TAG IN MEINEM LEBEN“ (Rüdiger 2007, Seoul)

korea_25.jpg

An einem schönen Tag während Chuseok fuhren wir nach Seoul zu einer deutschen Bäckerei („Ach so!“) und als wir in diese Semmel mit echtem, frischen, schmackhaften und würzigem Kas und Wuarscht gebissen haben kämpfen 2 Österreicherinnen und eine Deutsche mit den Tränen des Glückes.

Sofia wollte am liebsten in der Bäckerei übernachten (fortan dort leben) und als wir den Laden leergekauft hatten genossen wir am Abend eine gute Brotzeit (Jausn´) mit Brezeln und Bayern-Gold Streichkäse über den Dächern von Suwon.

Wenn es Romantik gibt, dann habe ich sie erlebt!


ZURÜCK IN DIE GEGENWART

korea_26.jpg

Nur wenige Tage später wurden wir in die grausame Gegenwart zurückgeworfen da wir einkaufen gehen mussten… Die schockierenden Bilder sprechen für sich!





i´m a seoulman (and woman)

9 09 2007

das wochenende über waren wir das zweite mal in seoul und es ist an der zeit, einige worte und bilder über diese reizende (20.000.000 einwohner) stadt zu verlieren.
zum ersten – sie ist einfach  umwerfend. zwar gross, aber doch irgendwie familiär – sie hat flair. zum glück kennen wir 2 seouler, beim ersten mal trafen wir jiyeon wieder, die in salzburg studiert hat und machten, was hippe jungkoreaner so machen: verkleidet fotos in automaten schiessen und wilde zeichnungen und charaktere dazumalen (am liebsten in pink und neongrün), in karaokeboxen gehen und alle anwesenden mit unverhofft schrägen und falschen tönen zu quälen. (ausser bennis rammsteinversion)
diesesmal trafen wir unsre freunde aus kamboscha wieder bei denen wir auch übernachten durften und verbrachten einen sehr lustigen tag mit ihnen.

korea_13.jpg

bambus zwischen glas uns stahl

blog_16.jpg

hochhausfenster – und klimaanlage sei dank – nur 3en war zu heiss

korea_17.jpg

hynsoo und jiyeon – diesmal in korea

korea_12.jpg

shopping in insadong – einem künstlerviertel mit kitsch, würmern (zum essen) schwertern (für benni) und vielen vielen charactern und teuren schuhen.
korea_15.jpg

… wo es auch auch ein charactermuseum gibt.

korea_11.jpg

zu diesem bild muss ich eine geschichte über die vorlieben und kulturellen eigenheiten der koreaner loswerden (für die biggi): man sieht etliche DVD – Schilder auf dem foto, die nicht etwa darauf hinweisen, dass es dort dvds zu kaufen gibt oder man dvds brennen kann (oder ähnliches) nein, die schilder locken junge koreaner und koreanerinnen in sogenannte dvd-bangs (bang = raum) um sich dort unter dem vorwand einen spannenden film zu geniessen, aufregende 90 minuten der leidenschaft zu gönnen. (die romantischen wählen die „herr der ringe“ triologie)
da die trennung zwischen mädls und jungs hier tatsächlich sehr strikt ist, hat mann und frau nur selten die gelegenheit sich privat zu treffen und so verschieben sich die (gem)einsamen stunden in – eben sogenante dvd-bangs!
in den räumen befindet sich ein grosses bett, dimmbares licht und taschentücher.
warum taschentücher? bestimmt dafür, falls der film besonders traurig ist…

korea_09.jpg

nach dem essen besuchten wir noch eine sehenswürdigkeit, nämlich den n-seoul tower. schon gleich war klar, dass hier hightec eine besonders hohe rolle spielt…

korea_16.jpg

… aber mit einem lcd-display am klo, das den status der verwendbarkeit anzeigt, habe ich nicht gerechnet. dem foto gebührt ein besonderer platz in meiner schock- aber auch lieblingsliste!

korea_10.jpg

aussicht vom n-seoul tower, natürlich faszinierend!





die gute alte kultur …

1 09 2007

mit der uni haben wir die möglichkeit zu etlichen rundfahrten und ausflügen zu fahren. bis jetzt haben wir uns die altstadt und restmauer, tempel und seen von suwon angesehen. ausserdem eine filmkulisse (japanische strasse, westernsaloonmässig, …) mitten in der stadt.

temple#

essenskultur: essen ist ja prinzipiell etwas sehr schönes. trotzdem muss ich sagen, dass mir eine dicke scheibe schwarzbrot, eine speckjause, silverzwiebeln, spatzeln, speckknödel, spaghetti (sauce vom papa) , gelbe sauce mit pommes und lasagne schon abgehen. (und natürlich schnitzel)
mein koreanisch ist noch in der rudimentären phase (ich kann aber schon das halbe alphabet – was mir zur sprache leider auch nicht viel weiterhilft) – darum entscheiden wir prinzipiell nach den bildern. und haben mit dieser (vielleicht nicht besonders klugen taktik) neulich eine pfanne voller schweineeingeweide bestellt. was genau geschmeckt hat wie zäher gummi will ich jetzt lieber nicht wissen.

lorenza

meine mitbewohnerin lorenza, ihre französischen freunde und wir bei einem typischen essen
(keine eingeweide)

food

das essen: schon gut. die schweinestücke (die zuerst mit der schere zerschnitten werden) werden in salatplätschen eingewickelt und mit den saucen gegessen. gegrillt wird immer direkt am tisch.

was natürlich noch zum thema gehört ist die trinkkultur, die mit trinkspielen begossen wird. besonders witzig finde ich das spiel mit den stäbchen – (the game of death), denn so fühle ich mich sehr asiatisch beim trinkgelage!
anleitung: jeder hat ein stäbchen, nach einem (komplizierten) spruch (mit geklopfe auf den tisch) wird dann auf jemanden in der runde gezeigt, eine zahl wird gesagt und dann pro zahl eine person. dann wird getrunken. ein glaserl schnaps (soju) oder ein halber krug bier. klingt jetzt kompliziert, ist es aber nicht.

kellnerin

die fesche kellnerin

spiel

wir beim „game of death“ mit bier und soju





korea // einführungswoche

1 09 2007

die ankunft in korea war verwirrend und stressig, doch eines war sofort klar: die koreaner sind in ihrer hilfsbereitschaft und freundlichkeit uns allen derartig überlegen, dass es schon fast ein schock ist. ein kurzer, verplanter blick genügt um scharen von hilfeanbietende koreanern und koreanerinnen um sich zu haben: interessiert, höflich und stets kichernd. das ist mein erster eindruck von der kleinen halbinsel. die zimmer im campus sind halbwegs ordentlich, ich habe das glück in einem 2-er bett zu schlafen, benni muss in einem 4-er bett hausen. dafür haben wir beide viel glück mit unseren mitbewohnern (innen) – ich wohne mit einer witzigen und ebenfalls chaotischen französin zusammen, benni mit 2 koreanern und einem sehr lustigen finnen.
schon am ersten wochenende fuhen wir nach seoul – haben aber keine bilder gemacht. (die folgen bestimmt)
ein paar worte zu meinem (julias) zimmer:

ueberlebensessen
das ist mein überlebensessen wenn ich in grosse not komme: fertignudeln!

freund

das ist mein neuer freund hansi aus hong kong. er nickt den ganzen tag. voll positiv, oder ?

essen

esen

das ist in meinen augen extrem gelungenes packagedesign🙂








Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.