laos

6 08 2007

vientiane
die erste station in laos fuehrte uns nach vientiane, die hauptstadt des landes. und gleich wurde klar, dass hier die uhren langsamer tickten. (zum glueck) trotzdem fuhren wir gleich weiter nach vang vieng, ein kleines doerfchen das von karstbergen umzingelt inmitten wunderbarer landschaft liegt.

vang vieng
gaebe es keine touristen waere das ziel wohl weniger bekannt, doch durch das dort beliebte tubing (und das dazugehoerige saufgelage) man muss sagen, wir waren auch tuben. und es war wirklich besonders lustig. auf dem fluss im autoreifen und immerwieder fischen barbesitzer die tuber mit bambusstecken aus dem wasser. dort kann (oder muss?) dann getrunken werden, ausserdem kann man an einem seil (wie eine liane) ins wasser schwingen und dann von ganz oben springen! die berge bringen schoene hoehlen hervor und noch schoenere naturbecken, die cyan schimmern. in einen dieser lagunen waren wir anfangs schwimmen. neben den freizeitakivitaeten (hoehlen, trekking, …) weiss vang vieng, was touri will: von 9.00 – 22.00 uhr spielt in jedem (!!!) restaurant friends. den ganzen tag ueber hoert man kaum etwas anderes als den serienjiggle, ununterbrochen, staffel fuer staffel…wir hatten bald genug von friends und den wilden tubern und fuhren nach luang prabang, eine kleine stadt mit nachtmarkt.

landschaft

wundervolle landschaft in laos

landschaft

auch wunderschöne landschaft in laos

lagune

eine lagune bei regen (davor waren wir darin baden)

hongkong_05.jpg

mitten in laos: ein tirol plakat. das war ein (okay, 4) bilder wert!

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ein wasserfall in luang prabang (sieht nur so unecht aus weils von einem der analogen fotos abfotografiert ist, ist aber echt echt!)

luang prabang
sehr sehr sehr sehr schoen. vor allem die fahrt in diese stadt. ein paradies – karstgebirge und gras, so gruen wie van der bellen! aus zeitmangel beschlossen wir jedoch bald wieder die weiterreise anzutreten, und es folgte der wohl abendteuerlichste (hoffentlich) part der reise: die fahrt am fluss ou nach nong kiao.

die ersten stunden verliefen ohne zwischenfaelle, ausser vielleicht leicht auftretende schmerzen im hinterbereich, denn die stuehle des longboates waren klein und hart. auch die vorbeiziehenden baumstaemme und die bambusstecken schienen das boot nicht zu stoeren, bis dann ein heftiger ruck die finne ausser gefecht setzte. sofort trieben wir zurueck, das boot drehte sich, und die 3 bootsmaenner schafften es nicht ihr fahrzeug in den griff zu bekommen. wir legten an und es begann eine ca. 3-stuendige wartepause (in der hitze) da bootsmann nr. 1 eine neue finne auftreiben musste. (er musste zurueckfahren nach luang prabang um dort ein ersatzteil zu kaufen) Danach fuhr das boot wieder wie wild den fluss hinauf, den baumstaemmen strotzend. von einer sekunde auf die andere dann setzte ein starker regenschauer ein, der in einen sturm ausartete. innerhalb weniger sekunden waren wir bis aufs fleisch nass, kurz darauf wurde das boot von einem stueckchen dach erleichter, danach riss der wind die plane hinab. wir legten wieder an um das boot zu reparieren. (reparieren = ein stueck holz darauf legen) so schnell das gewitter gekommen war, verzog es sich und die fahrt konnte weitergefuehrt werden. die stunden verstrichen, und es wurde dunkler und dunkler bis ganz dunkel. wir bootsinsassen hatten dieses phaenomen beobachtet, doch die bootsfahrer (3 uebrigens und jetzt wissen wir warum) bemerkten die dunkelkeit wohl erst durch einen erneute karambolage mit einem baumstamm. an taschenlampen hatten sie nicht so recht gedacht und so fuhren wir die naechste zeit in der stockfinsternis mit andauernden zusammenstoessen voran. stunden spaeter, nach 13 stunden beinharter sessel und nasser kleidung kamen wir dann endlich an. munter und gesund. und hungrig. warmes essen? fehlanzeige, stattdessen gab es kuchen, baguette und la vache qui rit, juhuh!

mekong

unsere schreckensfahrt am mekong: reissende bambusstöcke im purpurroten wasser

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panik bei den bootsmännern und die stete frage in unseren köpfen: wir das boot sinken?

nong kiau und odomxay
am naechsten tag beschlossen wir aus zeitmangel nach china zu fahren, immerhin hatten wir nur noch 2 wochen uebrig. unser plan scheiterte jedoch recht schnell, als wir am schalter nach den abfahrtszeiten fragten. um 9, 10 oder 11 faehrt der bus, das war die antwort. abhaengig vom interesse und der anzahl der passagiere. da das interesse nicht sehr hoch war, holperten wir um erst um 11 uhr nach odomxay, vorbei an schoenen bergdoerfern, wo wir den anschlussbus nach china verpassten und dort noch eine nacht verbrachten.

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